Ich der Rockstar das Emowürstchen

Manche Leute behaupten ja, ich wäre Bassist, aber die Wahrheit ist noch viel grausamer. Ich habe schon mein eigenes Vinyl. NICHT!

Manche Leute behaupten ja, ich wäre Bassist, aber die Wahrheit ist noch viel grausamer. Ich habe schon mein eigenes Vinyl. NICHT!
Die Downloads sind nun auch online.

Als ich mich gestern Richtung Würzburg aufmachte, glaubte ich eigentlich nicht daran, dass ich den abend trocken überstehen würde. Es regnete hier fast schon den ganzen Tag und nach 2 Kilometern wurde der Regen so abartig stark, dass die Scheibenwischer alle Mühe hatten.
Aber kaum übern Berg zeigte sich das Wetter von einer ganz anderen Seite. Zwar weiter grau, aber trocken. Auch die restlichen 70 Kilometer blieb es trocken und so war meine Hoffnung auf einen Zündfunk-Regenschirm auch dahin. Aber das abgreifen von Regenschirmen, die ich sowieso meide, war nicht mein Sinn.
Ich kam kurz vor 19 Uhr in Würzburg an und machte mich von der Talavera auf den Weg zur Leonhard-Frank-Promenade.

Wer mir gleich auffiel war Frank Spilker von den Sternen. Er stach aber nicht nur wegen seiner Körpergrösse aus der Masse hervor, sondern auch wegen seiner neuen Frisur. Oder besser gesagt wegen nicht vorhanden sein selbiger, er hatte sich nämlich alle Haare abrasiert. Der Grund bekam das anwesende Publikum später auch mitgeteilt, allerdings habe ich damit leichte Verständnisprobleme und dann ist das hier auch kein Klatsch-und-Tratschblog.
Über die Lautsprecher lief, wen wunderts, Bayern2. Als der Zündfunk schon ein paar Minuten lief, betraten Andrea Bräu und Achim Bogdahn die BühneWiese. Irgendwie war es schon komisch, denn die Stimme von Achim Bogdahn ist mir relativ vertraut und wohl deshalb war ich etwas irrtiert, dass ich nun auch mal das Gesicht zur Stimme sah. Aber Andrea Bräu war es irgendwie genau umgekehrt.. nur woher ich ihr Gesicht kennen sollte ist mir bis jetzt nicht klar.
Nach einer kurzen Anmoderation für die Würzburger, die gleichzeit zum Stimmungsaufbau gedacht war, gab es eine kurze Schaltung ins Studio und Würzburg wurde zum Lärmen aufgefordert. Dann hies es warten bis 19:40, denn da sollte es dann mit Frank Spilker los gehen. Bevor er seine Lesung begann, gab er noch zum gerade gespielten Sterne-Song eine Playback-Show.
Frank Spilker alte Lieb heisst “Mary Poppins”. Bei seiner Begnung mit ihr, war er sich zunächst nicht sicher, ob es sich um sie in orginal oder synchronisiert handelt. Aber er konnte es bald feststellen. Er unterhielt sich dann mit ihr über die Bombenlücken in seiner Nachbarschaft. Als Mary Poppins dann von Jesus abgelöst wurde, zog es Herr Spilker vor, sich heissen, ungezuckerten Kaffee die Speiseröhre runterzukippen.

Während des Interviews mache es sich Luise Boege schonmal auf dem Stuhl gemütlich.
Ihre alte Liebe war in Form eines in Senffarben gekleideten Optophoneten erzählerisch anwesend. Und sollte ich sie auf einer auf einer Skala von 1 bis 5, wobei 1 für grottig, 2 für nicht so erfrischend, 3 für akzeptabel, 4 für erfrischend und 5 für “platz eins bei hörspiel wettbewerben”-würdig bewerten, dann würde sie eindeutig eine 1 bekommen. Ich hallte sie also für grottig… äähmmm.. nein, ich meine 5.
Ja, genau, also für mich war sie, wäre es ein Wettbewerb gewesen, die Gewinnerin des Abends. Das abschließende Interview brachte noch mehr Sympathien.

Das Interview brachte dann noch zu Tage, dass er weder blind, noch im 800 vor Christus geboren wurde.
Den literarischen Schlusspunkt setzte dann Minna Hartl, die unterem auch bei mujuk schreibt. Was sie von ihrer alten Liebe zu erzählen hatte fesselte so arg, dass es total still wurde. Es könnte natürlich auch sein, dass jeder schlagartig begann leise Smith-Songs in Gedanken vor sich herzusingen, aber das tat im die Frau von den Sick Rabbits im Prinzip schon selbst.

Zum Abschluss kam dann Frank Spilker dann noch mal unters Zeltdach und packte seinen Liedtextspicker, aka iBook, aus. Sein Sterne-Songs-Quiz tarne er geschickt als Wunschkonzert. So wurde das Publikum nach spielbaren Lieder abgefragt, bis dann die Frage nach dem persönlichen Ruin den Abschluss bildete… von der Zugabe einmal abgesehen.
Und was bleibt nun vom Bavarian-Open-Word? Viel.. und besonders der Wunsch nach mehr.
Zum Thema “mehr” kann auch mal im Würzblog nachgelesen werden. Da gibt es dann auch einen Link zu Flickr wo es viele Bilder vom Abend gibt, einschliesslich Suchspiel “finde den Matthias”.
Zum Thema “viel” fällt mir dann noch was ein, nämlich vielen Dank an: Michael, den Zündfunk und wer sonst noch alles zu den Hauptverdächtigen des Abends gehört. Es war sehr genial und ich hoffe, ihr seid Wiederholungstäter.
Btw, ab Montag gibt es hier die Lesungen zum download.
Update: Noch mehr Bilder gibt es bei mujuk.
Das Update existiert nur für Kommentarignoranten!
Die Sterne tummeln sich heute schon den ganzen Tag in meinen Gehörschnecken.
Dann mal los…deutsche Texte wirds glücklicherweise nicht zu hören geben.
4 Euro für zwei Käsesemmeln… gehts noch?
Ernsthaft Hoffnung mach ich mir zwar nicht, aber vielleicht klappts ja doch mal.
…und zwar im Fabchannel. Der bietet am Montag, 28.8., um 19 Uhr nämlich gleich 2 Konzerte.
Spielen werden Bouncing Souls und Pennywise und das auch noch gleichzeitig. Es gilt also sich zu quälen.
Seelisch habe ich mich schon entschieden.
Am Freitag, 25.8, in Würzburg.
Thema: “Alte Liebe”
Wer nicht nach Würzburg kann, darf getrost das Radio anschalten, denn das ganze kommt auch als Livestream (leider kein als MP3-Stream) im Zündfunk.
Nun ist also auch die Jessica also auch da.