c'est moi

Bedingungsloses Grundeinkommen

Auf auf der Petitionsplattform des Bundestages kann mensch sich für eine Petition zum bedingungslosem Grundeinkommen eintragen lassen. Die Petition ist übrigens die mit den mit Abstand meisten Unterschriften und der Ansturm darauf hat auch schon den Server in die Knie gehen lassen. Bei der Popularität der Petition ist es eigentlich verwunderlich, dass keine der grossen Parteien sich ernsthaft mit dem Thema befasst. Zuletzt haben sich die Grünen nicht ganz getraut, sich für das Grundeinkommen zu entscheiden. Bei 50.000 Stimmen kommt die Petition definitiv vor den Bundestag... also los, momentan sind es nur noch 17.000 Stimmen die bis zum 17. gezeichnet werden müssen.
Der Deutsche Bundestag möge beschließen ... das bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. Begründung Unser Finanz- und Steuersystem ist sehr unübersichtlich geworden. Auch die Arbeitslosenquote scheint eine feste Größe geworden sein. Um nun allen Bürgern ein würdevolles Leben zu gewährleisten, erscheint mir die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens als guter Lösungsweg. Ca. 1500€ für jeden Erwachsenen und 1000€ für jedes Kind. Alle bestehenden Transferleistungen, Subventionen und Steuern einstellen und als einzige(!) Steuer eine hohe Konsumsteuer einführen. Eine deutliche Vereinfachung unseres komplizierten Finanzsystems erscheint mir zwingend erforderlich. Auch ginge mit dieser Veränderung ein deutlicher Bürokratieabbau, und damit eine Verwaltungskostenreduzierung, einher.
Ein interessanter Beitrag zum Thema Bedingungslosigkeit ist in der BrandEins (8/2008) zu finden. Den Grundeinkommen kann mensch auch bei Twitter folgen...

Guter Vorsatz für 2009

.... ist unter anderem, dass mein Käfer wieder auf der Strasse fahren darf. CRW_0016

Es gibt so viel zu erzählen bloggen...

... z.B. über das Adsfenzbloggertreffen (zu dem dann dann hoffentlich auch mal der Daniel kommt), über das Barcamp in Hamburg und dann noch eine Art Entfollwung (nicht bei Twitter aber in meinem RSS-Reader). Achja, und dann habe ich noch ein paar neue schöne iPhone Apps aus dem AppStore, die wollen hier natürlich auch gezeigt werden.. Wenn alles klappt, dann gibts das alles hier in den nächsten Tagen zu lesen...

Würzburg braucht eine Halle

hallenprojekte Mit Halle ist nicht irgendein grosses, leeres Gebäude gemeint. Halle steht hier für einen Ort den Selbständige und Freiberufler zum Arbeiten nutzen können. Normalerweise nutzen solche Leute angemietete Büroräume, arbeiten in ihren Privatwohnungen oder Cafés mit WLAN, warum also neue Räume schaffen? Sowohl Büros als auch das Arbeiten Zuhause bringt Nachteile mit sich. Büromiete muss bezahlt werden, auch wenn man z.B. für einige Tage beim Kunden Vorort arbeitet. In den eigenen vier Wänden arbeiten beutet auch immer in Isolation und im Café ist Eine Halle dagegen ist ein Ort, an dem mensch ungestört und frei arbeiten kann. Es gibt dort auch keine reservierten Plätze. Der freie Platz der einem gefällt ist der Arbeitsplatz für die nächsten Stunden. Dadurch entstehen auch schneller neue Kontakte und das Arbeitsnetzwerk wächst viel rasanter. Auch wird das Finden von Spezialisten für bestimmte Aufgaben erheblich erleichtert. Ein Programmierer ist meistens nicht auch noch gleichzeitig ein guter Grafiker, aber eine gute Desktop-Anwendung benötigt auch eine entsprechende Oberfläche. Die Halle ist ein Ort, an dem sich Kreative aller Couleur tummeln und dort ist es ein leichtes jemanden für Aufgaben zu finden, die einem selbst nicht so liegen. Netzwerke werden so rasant gesponnen. Das Hallenprojekt beschränkt sich aber nicht auf einen Ort. Hallen sind in vielen Städten zu finden und so findet mensch in einer fremden Stadt schnell Menschen mit gleichem interesse. Noch gibt es in Würzburg leider keine Halle, aber vielleicht finden sich ja noch ein paar Leute, die daran interessiert wären. In den Kommentaren ist genug Platz um Interesse zu bekunden .. Wer sich erstmal mehr über das Hallenprojekt erfahren möchte, der kann das auf der Website des Projekts tun, dort gibt es auch einen Blog, ein Wiki und eine FAQ.

Vom Aussterben bedroht: Die Glaubwürdigkeit im Naturschutz

In der öffentlichen Meinung steht es, abseits von Mülltrennung und gelber Sack, nicht gut um das Ansehen des Naturschutzes. Oft ist fallen Worte wie Radikale, Fantasten und Spinner. Sicherlich ist das unfair, aber die aktiven Umweltschützer haben sich diesen Zustand zum Grossteil selbst zuzuschreiben. Dabei müssen nicht mal, im wahrsten Sinne des Wortes, so grosse Dinge wie Brent Spar als Beispiel herangezogen werden. Zitat:
„Bei mir blieb das Gefühl zurück, als hätte uns Greenpeace über weite Strecken an der Nase herumgeführt“
Richard Sambrook in der Neuen Züricher Zeitung Hintergrund für diesen Ausspruch war, dass Greenpeace Shell unterstellte, in der Bohrplattform befänden sich mehrere Tausend Tonnen giftige Chemikalien. Den Druck auf den Konzern verübte die Umweltschutzorganisation damit, dass es die öffentliche Stimmung gegen den Mineralölkonzern aufhetzte und zu Tankstellenboykotts aufrief. Dass diese Boykotts hauptsächlich die Tankstellenpächter und deren Familien traf sei nur am Rande erwähnt. Letztendlich stellte sich aber heraus, dass Greenpeace mit völlig falschen Zahlen agierte und es sich letzlich nicht um tausende Tonnen, sondern nur um etwas mehr als 75 Tonnen handelte. Greenpeace selbst schaffte es aber selbst noch im Nachhinein, das eigene Image nicht zu schädigen. Aber wie gesagt, es braucht nicht unbedingt den Blick ins Ausland, auch im engsten Umkreis wird in Sachen Umweltschutz mit zweierlei Maß gemessen. So wurde die Rhön von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt. Eines der Ziele ist der Naturschutz. Fragwürdig wird es allerdings, wenn Wanderer, die sich abseits des Weges befinden, von Rangern in schweren, spritfressenden, Geländewagen angehalten und zur Zahlung einer Strafe wegen verlassen des Wanderwegs zur Kasse gebeten werden. Wohlgemerkt, der Ranger fährt mit seinem Geländewagen quer durch die Natur, macht aber den Wanderer dafür verantwortlich, dass durch das Verlassen des Weges Vögel beim Ausbrühten stören würde. Jüngstes Beispiel für die den Verlust der Gläubwürdigkeit im Naturschutz ist die Bürgerinitiative Alandsgrund. Die Bürgerinitiative stellt für sich in Anspruch, dass sie den FH Neubau am Alandsgrund verhindern will. Wie schon erwähnt, herrschen hier wohl mehr Eigeninteressen statt wahrem Naturschutz vor. Trotzdem sieht sich die Bürgerinitiative gern als Schützer und Wahrer der Natur. So auch in einem gestern in der Main Post erschienenen Artikel. Der Naturschutz vereint uns tönt da Frau Dagmar Dewald von der ÖDP, dass sie ganz in der Nähe zum geplanten FH-Neubau wohnt muss wohl nicht weiter erwähnt werden. Aber wie kann eigentlich das Anliegen Schutz der Natur die Mitglieder zu einem Nein zum FH Neubau einen, wenn bei diesem etwas aktiv für die Natur getan wird? Aus der Vogelperspektive ist deutlich zu erkennen, dass es sich beim geplanten Baugebiet momentan um einen Acker handelt. Davon ausgehend, dass es sich dort nicht um einen Bio-Bauern handelt, aber selbst wenn und er auf Fungizide, Insektizide und Herbizide verzichtet, so dürfte er trotzdem im Rahmen des erlaubten düngen und damit zumindest indirekt den Naturhaushalt des in Sichtweite liegenden Alandsgrund nachhaltig beinflussen. Beim FH Neubau hingegen werden, wie auf dem Plan zu sehen, grossflächig Biotope angelegt. Plan FH Neubau Die Umweltbilanz des FH Neubaus sieht also mehr als positiv aus. Ein anderes Argument der Bürgerinitiative ist, dass die US Armee sich schon 2008 aus den Leighton-Barracks zurückziehen würden und dort schon 2009 schon ein Platz für den FH-Neubau bereitstände. Diese Argumentation ist sehr blauäugig. Selbst wenn sdie US Armee sich 2008 von dort zurückziehen würde, könnte 2009 dort noch nicht mit dem Bau begonnen werden. Es stellt sich dabei überhaupt erstmal die Frage, ob der Freistaat Bayern bis 2009 überhaupt Eigentümer des Geländes wird. Sollten die Amerikaner nämlich den Standort aufgeben, fällt der Grund erstmal an den Bund zurück. Was folgt sind Analysen über eventuelle Belastungen und Rückstände im Boden und, wovon auszugehen ist, deren Beseitigung. Dass dies nicht innerhalb eines Jahres geschehen kann liegt auf der Hand. Weiter müsste die FH dann ihre Baupläne zumindest stark überarbeiten, wenn ich sogar völlig neu erstellen lassen. Wie die Bürgerinitiative selbst bestätigt, würde es sich in den Leighton-Barracks nämlich nicht um einen Bau in einen Hang hinein, sondern um einen Bau auf einer ebenen Fläche handeln. Der FH-Neubau ist aber als Bau am Hang konzeptzoniert. Das würde übrigens ein weiteres Argument der Bürgerinitiative ab absurdum führen. Denn eine Änderung der Pläne würde die Kosten immens in die Höhe treiben und somit würde der Bau in der Kaserne weitere Kosten verursachen. In Sachen Kosten schürt die Bürgerinitiative übrigens die Urängste der Bürger. Bei einem Bäcker in der Semmelstrasse hängt ein Plakat der Bürgerinitiative, neben dem Pfeil, der auf den geplanten Bauort zeigt, wurde mit Edding 30 Mio. geschrieben. Dass das Geld längst bewilligt und damit in allen Haushaltsplanungen schon verbucht ist, wird hier verschwiegen und viel mehr mit der Angst gespielt, dass beim FH-Neubau am Sanderheinrichsleitenweg diese Kosten entstehen würde. Für die Natur und Menschen die es mit deren Schutz ernst meinen, sind solche Umstände mehr als hinderlich. Egoismus hat im Naturschutz nichts verloren.
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